Korsika ist schon seit Urzeiten vom Menschen besiedelt. Das vermitteln sowohl die geheimnisvollen
Turmbauten (welche auch in
Sardinien zu finden sind und dort Nuraghen genannt werden) als auch die
zahlreichen Kultstätten mit Menhiren - so wie in Filitosa - die teilweise sogar Gesichtzüge tragen.
Aus der Zeit der Griechen und Römer sind wunderschöne Ausgrabungsstücke erhalten. Ein Ausstellungszentrum
für diese Epoche ist das Museum in Aléria. Aus dieser Ära haben sich zwei wichtige Traditionen bis heute
erhalten: Der Weinanbau und die Austernzucht auf Korsika.
Aus der Zeit der Christianisierung stammen zahlreiche Kapellen und Kirchen im romanischen Stil.
Oft bilden sie mit ihrer klaren und einfachen Architektur auch noch heute das Zentrum der kleinen
Dörfer des Nebbio und der Balagne. Das 17. Und 18. Jahrhundert war dagegen die Blütezeit der
barocken Kirchbauten, die mit ihrer reichen Innenausstattung viele Besucher anlocken.
Die bewegte Geschichte Korsikas lässt sich auch an den Festungen und Zitadellen seiner Städte und
den genueser Wachtürmen entlang der Küsten ablesen: Bonifacio, Calivi, Ajaccio, Bastia sind beeindruckende
historische Zeugnisse. Weiter Infos finden Sie auch bei
korsika.fr .
Die korsische Kultur ist aber nicht nur in den Baudenkmalen erhalten geblieben. Für jeden Besucher
lebendig zu erfahren sind das Handwerk und die Tradition der korsischen Küche: "Prisuttu" ist ein
delikater , magerer Schinken, der von halbwilden Schweinen stammt, welche sich von Eicheln und
Kastanien ernähren. "Figatelli" sind geräucherte Leberwürstchen und die "Coppa" wird aus einem
Schweinerückenstück zubereitet. Die "Pulenta de châtaigne", ein Mus aus Kastanienmehl, wird gerne zum
Wildschweinragout gereicht. Ziegenkäse und der "Brocciu" (Schafskäse) sind ein wahrer Genuss. An der Küste
konzentriert sich die Zubereitungskunst auf die zahlreichen Fischarten und Langusten. Berühmt ist die
korsische Fischsuppe.