Willkommen in der Castagniccia. Andere Landschaften in Ost-Korsika sind
La Casinca - Le Moriani - Aléria-Ghisonaccia. Alle Regionnen gehören
zum Department Haute-Corse. Weiter Infos finden Sie auch bei
korsika.fr .
La Castagnicca
Die Geschichte der Insel nahm in der Castagniccia eine entscheidende historische Wende.
1725 wurde im Dorf Morosaglia Pascal Paoli geboren. Er schlug die militärische Laufbahn ein
und wurde zum Leutnant der Kavallerie. 1755 erhoben sich die Korsen unter seiner Führung
erfolgreich gegen die Vorherrschaft der Genuesen. Paoli wurde zum „General der korsischen
Nation“ ernannt. Die berühmte republikanische Verfassung Korsikas wurde verabschiedet – 34 Jahre
vor der Französischen Revolution. Die Stadt Corte war die neue Hauptstadt der Insel. Eine neue
Verwaltung entstand, selbst eine Universität, die „Ile Rousse“ wurde gegründet. Dann, im
Jahr 1768, schloss Genua einen Vertrag mit dem König von Frankreich und die Insel wechselte
den offiziellen Besitzer. Paoli organisierte den Widerstand gegen die Franzosen, wurde aber 1769
in der Schlacht von Ponte Nuovo geschlagen und gezwungen ins Exil zu gehen. Heute wird seine Urne
an seinem Geburtsort aufbewahrt und die Zeugnisse der dramatische Geschichte sind im Museum von
Morosaglia zu besichtigen.
Als die Genuesen im Jahr 1584 begannen, eine systematische Anpflanzung von Esskastanien und
anderen Obstbaumarten organisierten, legten sie den Grundstein für die Entstehung des heutigen,
riesigen Kastanienwaldes. Dieser prägt inzwischen die ganze Gegend und gibt ihr auch den Namen:
La Châtaigne – Castagnicca. Wie Leuchttürme ragen die barocken Kirchen der Pfarrgemeinden
(auf korsich „Pieve“) Alesani, Orezza und Ampugnani über die Wipfel des Waldes. Typisch sind
die steingedeckten Häuser, die alle ihren Rataghju – den Trockenboden für die Esskastanien –
haben. Reich an barocker Innenarchitektur sind die Kirchen Saint-Piere et Saint-Paul in
Pedicroce, Notre Dame du Mont Caramel in Stoppia Nova, sowie die Kirchen in La Porta, Giacatojo
und Quercitello.
Wer Weit-Wandern liebt, kann in Ghisonaccia starten und über die Route „Mara a Mare Centre“ bis
zur Küste in West-Korsika gelangen. Eine leichte bis mittelschwere Klettersteig Route finden
Bergsteiger in der Umgebung von Chisa. Hier führt eine „Via Ferrata“ zum Berg 'Punta di u
Calanzone' .
Weiter im Süden, in der Umgebung von Ghisoni, einem idyllischen Bergdorf aus dem 16. Jahrhundert,
wird der Kastanienwald durch die korsischen Schwarzkiefern abgelöst. Hier ist auch der Ausgangspunkt
für Aktivitäten im Gebiet des Monte Renoso. Mit seinen 2352 Metern Höhe gehört der Berg zu den fünf
höchsten auf Korsika. Ein Aufstieg lohnt sich ! Besonders die zahlreichen Schafherden auf den
"Pozzines", den Weiden, die Moorwiesen, die blau schimmernden Teiche - die „Pozzi“ – und das Grün
des Mooses lassen das Herz des Wanderers höher schlagen.
Im Herbst sind die leuchtenden Farben des Kastanienwaldes ein magisches Erlebnis für jeden
Besucher. Danach, in den Wintermonaten, bietet der Monte Renoso zudem Gelegenheit, in seiner
grandiosen Natur dem Skifahren zu fröhnen.
Feste
- L’Orezza und Ampugnani – Bußprozession „Granitola“ in der Karwoche
- Piazzole – Messe und Pilgerzug über den alten Wallfahrtsweg zum Kloster St. Francois in Alesani
- Campana – Aufstieg zum Berg Mont St. Petrone im August
- Alesani - Fest im Kloster St. Francois am 8. September
- Ghisonaccia – Im September Fest des hl. Michael
Markttage
- Aleria – Jeden zweiten Dienstag im Monat
- Ghisonaccia – Jeden zweiten Donnerstag im Monat
- Pass von Arcarotta – Im Juli und August sonntags Markt mit lokalen Erzeugnissen
Es ist eine Wonne, das Badehandtuch im Sand der Stände an der Costa Serena und
der Costa Verde auszubreiten. Zwischen Moriani-Plage, Aléria und Ghisonaccia
gibt es eine herrliche Auswahl and Badebuchten, die oft von wunderschönen
Pinienhainen gesäumt werden. Unaufdringlich und harmonisch sind die Hotels
und Feriendörfer in die Landschaft integriert. Zum Entspannen gibt es genügend
Gelegenheiten: Ob ein Bad in den erfrischenden kleinen Flüssen oder entlang der
See – die Erholung im Urlaub ist garantiert. Eine besondere Attraktion sind die
10 Kilometer langen Strände von Arinella und Vignale, die durch den grossen
Kiefernwald von Pinea begrenzt werden. Wer sich nicht im Wasser tummeln möchte,
findet dort eine schattige Zone zum Mountain Bike Fahren oder zum Spazierengehen.
La Casinca
Im Naturschutzgebiet von Casabianda leben über 100 Vogelarten und auch die Schildkröte
ist hier heimisch. In einer Höhle in Ania di Fiumorbu kann die Behausung des „letzten
ehrenvollen Banditen“ besichtigt werden. Und auch ein Ausflug zum 100 Meter hinabstürzenden
San Gavino Wasserfall in Bujia ist lohnend.
Die Ostküste Korsikas ist seit mehr als 2500 Jahren Teil der Völkergeschichte des
Mittelmeers. Im 6. Jahrhundert vor Christus wurde die Stadt Aléria von den griechischen Phokiaiern
aus Kleinasien gegründet. Danach wechselten sich Etrusker, Karthager und Römer in der Besiedlung des
Landstrichs ab, bis es zum Einfall der Vandalen im 5. Jh. unserer Zeit kam. Diese Geschichte
entdeckt man sowohl in den Ausgrabungsstädten – besonders der Römerzeit. Eine beeindruckende
archäologische Sammlung von Zeugnissen beherbergt das Museum von Aléria, welches im Fort de
Matra untergebracht ist. Ausserdem lebt diese Zeit jedes Jahr im August wieder ein wenig
auf bei der „Festa Antica“ mit ihren Wettkämpfen und Lanzenstechen in römischen Gewändern.
In dieser Region spielt der Anbau von Pampelmusen, Clementinen, Kiwis, Avocados und
Qualitätsweinen eine wichtige Rolle. Vielerorts gibt es im Meer auch Aquakulturen in
denen Fische und Meeresfrüchte gezüchtet werden. Besonders bekannt ist die Austernzucht
in der Etang d’Urbinu und der Etang de Diane, eine Tradition die bis in die Römerzeit
zurückreicht.
Die lokale Küche kennt zahlreiche Rezepte auf Kastanienbasis: Polenta, Kuchen und Konfitüren.
Auf der Tafel dürfen aber auch der deftige Ziegenkäse, die charakteristischen Weine, köstliche
Meerestiere und saftige Zitrusfrüchte nicht fehlen. Zum Abschluss des Mahles empfehlen sich
die prämierten Liköre aus der Mavella. Wer köstliches, durststillendes, natürliches Mineralwasser
sucht findet in Orezza eine Quelle, die seit der Antike bekannt ist.
Aléria
Das kleine Dorf an der Costa Serena im Osten Korsikas blickt auf eine spannende
Geschichte zurück. Die ersten Siedler waren die Griechen um 600 v. Chr., später
folgten die Etrusker, Karthager und Römer, bis die Siedlung um das Jahr 500 von
den Vandalen zerstört wurde. Während der Besiedlung durch die Römer war Aléria
die Hauptstadt Korsikas, besaß einen Kriegs- und einen Handelshafen und zählte
mehr als 25.000 Einwohner.
Die erste Kirche der Insel wurde in Aléria aus den Steinen der alten Römersiedlung
errichtet. Die wechselvolle Historie kann im Archäologischen Museum im Fort Marta
verfolgt werden. Im Museum Jérôme Carcopino gibt es hingegen Keramiken, Amphoren,
Münzen und Waffen aus der Römerzeit bis zum Mittelalter zu sehen. Die Ausgrabungen
der alten Hauptstadt Korsikas aus römischer Zeit sind ein Höhepunkt für jeden,
der an der Antike interessiert ist.
Ghisonaccia
Entlang der Route National hat sich Ghisonaccia zum belebten Verwaltungszentrum
der Costa Serena entwickelt. Zahlreiche kleine Cafés und Restaurants sowie eine
Discotheque erlauben den Besuchern auch bei längerem Aufenthalt einig Abwechslung.
Die Strandabschnitte von Ghisonaccia sind in den Sommermonaten besonders bei
Familien mit Kindern beliebt, da es sehr schöne und ausgedehnte Sandstrände sowie
ein reichhaltiges Angebot an Ferienresidenzen gibt.