Willkommen in Nord Korsika. Dieser Teil der Insel, unterteilt in die
Regionen Cap Corse - L'Ostriconi - Le Nebbio - La Marana - , gehört zum
Department Haute-Corse.
Kleine Fischerdörfer, in den Hang geklebte Villages de Montagne, einsame
Buchten, herrliche Fernblicke, überwältigende Landschaftsformationen und
Küsten kennzeichnen den nördlichen Zipfel Korsikas. Aber auch eine quirlige
Departments Hauptstadt mit internationalem Flughafen gehört zu dieser Region.
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korsika.fr .
Bastia und La Marana
Die Stadt wirkt auf den Besucher mit diskreter Eleganz: Fassaden mit bunten
Fensterläden, hohe Häuser entlang enger Gassen. Über dem Zentrum die alte
Festung, von welcher die Stadt ihren Namen ableitet. Im Jahr 1378 von Genuesern
gegründet, war Bastia lange Zeit die Inselhauptstadt. Heute befindet sich hier
das Zentrum des Départment Hâute Corse.
Bastia ist ein quirliger, bunter Ort. Auf dem Place Saint Nicolas, dem Place du
Marchè schlendern und treffen sich die Einwohner. Leicht bummelt es sich vom
alten Hafen hin zur Rue Napoléon mit ihren Geschäften und eleganten Boutiquen.
Vorbei kommt man dabei auch bei „Mattei“ , dem Unternehmen, das den bekannten
Aperitiv „Cap Corse“ einst kreiert hat. Wer sonntags in der Stadt ist, sollte
den Flohmarkt auf dem Place Saint Nicolas nicht versäumen.
In Bastia ist die sakrale Architektur des Barock zu hause. Hier entstanden im
17. Und 18. Jahrhundert Kirchen und Kapellen, die eine Besichtigung lohnen:
Die grösste korsische Kirche Saint-Jean-Baptiste, die Kapelle Oratoire de
Saint-Roch, die Kirche Sainte-Marie oder die Kapelle Sainte-Croix.
Bastia besitzt zudem schöne Badestrände: Im Norden, vor den Toren der Stadt,
gibt es kleine Buchten mit Kieselstränden, im Süden Sandstrände, insbesondere
der beliebte Strand von Mariana, der sich entlang des Vogelschutzgebietes,
der Etang de Biguglia, erstreckt.
Ein kleiner Ausflug den Berg hinan von Bastia nach Cardo beschert einen
wunderschönen Blick aus der Höhe über die Hauptstadt des Départment Hâute
Corse , den Bergrücken der ganzen Landzunge und die östliche Küstenlinie
des Cap Corse. Bei normale und guter Fernsicht liegen die Insel Elba und
sogar das italienische Festland wie in greifbarer Nähe.
Wichtige religiöse Festtage in Bastia sind
- das Fest des hl. Josef am 19.März
- die Prozessionen in der Karwoche
- das Fest des hl. Antonius am 13. Juni
- das Fest des hl. Johannes des Täufers am 24. Juni
- das Fest Maria Himmelfahrt am 15. August
Saint-Florent und das Nebbio
Das kleine Fischerdorf am gleichnamigen Golf hat sich inzwischen zum eleganten
Touristenort gemausert. Im Sommer trifft man selbst Prominente beim Pétanque
Spielen. Nachts ist der Ort reichlich belebt, und die gemütlichen Terrassen
Cafés sind ein beliebter Treffpunkt. Man schlendert gemütlich durch die Altstadt,
macht einen Abstecher hoch zur Zitadelle, besichtigt die Kirche Santa Maria
Assunta und geniesst den Aperitiv auf der Place des Portes.
Saint-Florent ist der Ausgangspunkt eines Küstenpfades, der sich 40 km an
der Côte des Agriates entlangschlängelt und vom Conservatoire du Littoral zum
Landschaftsschutzgebiet erklärt wurde. Das ist eine herrliche Szenerie: Felsige
Hügel von Macchia überdeckt und von Wildbächen zerfurcht, wenige menschliche
Spuren, nur hier und da die verwitterten, grasüberwachsenen Heuschober – die
Pagliaghji - und Unterstände der Hirten. Hier herrschen die Elemente Wind und
Sonne.
Besonders im Frühjahr verströmt die Macchia alle ihre Düfte entlang der
traumhaften Strände von Roya, Lodo und Saleccia.
Cap Corse
Die unverkennbare Form dieser Landzunge zeigt bedeutungsvoll auf das Festland
nach Norden und ist ca 40 km lang. Cap Corse ist die Heimat von Seeleuten und
Fischern. Eine Serpentinen-Strasse führt um die Halbinsel herum und bietet
nach jeder Kurve atemberaubende Aussichten.
Zu entdecken gibt es die kleinen, malerischen Dörfer, oft in die Berghänge
geklebt wie Schwalbennester: Nonza – wie aus einer Postkarte ausgeschnittene
Romantik – mit seinem Seneca Turm aus der Genueser-Epoche, Centuri mit seinem
hübschen kleinen Hafen und kristallklarem Wasser. Zum Wandern bietet sich
der Zöllnerweg die Küste entlang nach Macinaggio an. Unvergesslich bleibt
der Weitblick auf die Inselgruppe Finocchiarola mit den Möwen von Audoin.
Ein Bad ist gestattet an den Stränden von Sainte Marie und Tamarone.
Auf der Fahrt von Bastia nach Macinaggio kommt man unweigerlich auch durch
Erbalunga, dem malerischen kleinen Fischerdorf, das in den dreissiger Jahren
von zahlreichen Künstlern gemalt wurde.
Auf dem Besuchsplan sollten ausserdem folgende Orte nicht fehlen:
- Sisco mit seinen „palazzi americani“ , eindrucksvollen Häusern, die seinerzeit
von wohlhabenden Korsen erbaut wurden, welche nach Südamerika ausgewandert waren
- die Kirche von Tomino mit ihrer herrlichen Sammlung von Votivbildern der Seeleute
- die romanischen Kirchen Santa-Maria-Assunta in Canari und Saint Michel in Sisco,
Meisterwerke aus dem 11. Jahrhundert
- der Wallfahrtsort Notre Dame de Lavasina, zu dem am 8. September jeden Jahres
tausende Gläubige pilgern.
Weinkenner besuchen die zahlreichen Weingüter von Cap Corse und Patrimonio.
Aus diesen Anbaugebieten stammen köstliche Rot-, Weiss-, Rosé- und Dessertweine,
die sich ihre A.O.C. Prämierung wahrlich verdienen. Am ersten Wochenende im Juli
lädt die Region zum Weinfest nach Luri.
Ostriconi Tal
Dort wo der Ostriconi ins Meer mündet, wirft einen herrlichen weissen Sandstrand
auf. Weiter oben am Flusslauf wird noch heute die traditionelle Produktion von
Olivenöl betrieben. Zahlreiche Ölmühlen sind zu besichtigen. Hierher stammt die
bekannte Qualität „niellaghja“. Malerisch liegen die Örtchen Lama unterhalb des
Monte Astu und Pietralba am Flusstal. Auf der Speisekarte sollte man die Oliosi,
einen trockenen Kuchen mit Olivenöl aus Lama nicht übergehen.